<< Schwerelosigkeit auf der Erde Schwerelosigkeit im Fallturm Bremen >>  

Eine antriebslose Bahn im Erdschwerefeld entsteht nicht nur im senkrechten freien Fall, sondern ebenso durch den schrägen Wurf auf eine Parabelbahn..

Der Erzählung nach, erkannte der Wissenschaftler Sir Issac Newton (1643-1727) als ihm bei einem Nickerchen der Apfel auf den Kopf (1) fiel, dass sich hier die Trägheitskraft und die Anziehungskraft kompensieren. Beide Kräfte kompensieren sich zu Null. Diese Schwerelosigkeit erfährt ebenso ein geworfenen Apfel, der auf einer Parabelbahn (2) fliegt. Nach diesem Erlebnis publizierte er ein Standardwerk, "Philosophiae Naturalis Principia Mathematica", kurz "Principia", worin er das Gravitationsgesetz und die klassische Mechanik beschrieb.

Genau dieses Phänomen oder Prinzip der Schwerelosigkeit machen sich Menschen im Alltag eher unbewusst zu Nutze. Jeder Hobbykoch verhindert das Abtropfen an der Suppenkelle durch die geschickte Bewegung auf einer Parabelbahn. Der Koch beschleunigt die Suppenkelle über dem Topf – und simuliert so einen antriebslosen Bewegungsablauf. Den Geschwindigkeitsverlauf empfindet der Koch ganz automatisch einem frei geworfenen Gegenstand nach. Diese beschleunigungsfreie Schwerelosigkeitsphase verhindert das Abtropfen auf dem Weg zwischen Topf und Teller. Über dem Teller bremst der Koch die Kelle ab.